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Aktuelle RAINBOW-Ausgabe

Robert Baden-Powell, Gründer der Pfadfinderbewegung, hat gesagt: „Wenn Du Deinen Weg durchs Leben machst, wirst Du Freude daran haben, neue Herausforderungen anzunehmen!” Diese Devise macht sich die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. zu eigen:

Liebe Freundinnen und Freunde der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.,

HIV ist mittlerweile gut therapierbar und Deutschland gehört zu den Ländern, in denen die medizinische Versorgung HIV-positiver Menschen – bis auf eigentlich nicht vorgesehene Ausnahmen – auch gewährleistet ist. Wozu also noch AIDS-Hilfe-Arbeit? Und was macht AIDS-Hilfe überhaupt? Das sind Fragen, die sich AIDS-Hilfe-Mitarbeitende nicht täglich stellen, weil sie die Antworten ja leben und erleben.

Vorneweg: Auch wenn die Nebenwirkungen der antiretroviralen HIV-Therapie meist im Placebobereich sind, gibt es sie eben doch immer noch – mehr oder weniger häufig, mehr oder weniger ausgeprägt. Das Leben mit HIV schränkt aber insbesondere auch nach wie vor sozial ein und ist psychisch belastend.

Eine HIV-Infektion ist bspw. auch nicht mit Diabetes oder Bluthochdruck vergleichbar, denn HIV ist mit dem Stigma der Schuld und der irrationalen Angst vor Ansteckung belastet. Schuld, weil verbreitet in den Köpfen ist, dass man HIV ja nicht bekommt wie bspw. eine Grippe, sondern sich durch – oft als unmoralisch gesehenes – selbstbestimmtes Verhalten, wie Sex außerhalb einer geschlossenen Zweierbeziehung oder durch intravenösen Drogengebrach, holt. Dann fehlt es leider immer noch an Wissen über Infektionswege, Ansteckungsrisiken und Schutzmöglichkeiten, so dass man eben nicht überall mit einem angstfreien und fairen Umgang rechnen kann.

Die Medikation strukturiert auch nicht nur den Tag, sondern schränkt ein, denn die Medikamente müssen bspw. erreichbar sein, der regelmäßige ärztliche Checkup muss gemacht werden und in manche Länder kommt man bspw. als HIV-positiver Mensch auch heute noch gar nicht rein. Schließlich beeinflusst eine HIV-Infektion, egal ob verheimlicht oder mehr oder wenig geoutet, viele soziale Beziehungen in Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, am Arbeitsplatz etc.

HIV ist auch nichts, was zu einem gehört, was man gewollt haben kann. Los wird man das Virus aber auch nicht mehr. Damit gilt es nicht nur sozial, sondern auch psychisch klarzukommen!

Und schließlich: auch wenn wir richtigerweise solidarisch für die Kosten der HIV-Infektionen aufkommen, gibt es doch Schöneres, was wir gemeinsam anpacken können.

Schon an diesen wenigen Aspekten sieht man: es rentiert sich HIV-negativ zu bleiben und es ist nach wie vor notwendig, sich für die Interessen HIV-positiver Menschen einzusetzen! Natürlich ist AIDS-Hilfe-Arbeit immer im Wandel, aber im Grundsatz geht es nach wie vor um zwei Aufgaben: HIV-/AIDS-Betroffenenunterstützung und HIV-Prävention!

Wie wir unsere Arbeit machen, bildet sich immer auch etwas hier in unserem RAINBOW ab. Entsprechend wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre! Und da sich das Jahr dem Ende zuneigt: ein frohes Weihnachtsfest, alles Gute für 2019 und viele gute Begegnungen! Herzlichen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Franz Kibler
M.A. Sozial- und Verhaltenswissenschaften (Univ.), Geschäftsführer, AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.

Cover der RAINBOW-Ausgabe Nr. 80  

  Aktuelles Cover

Die RAINBOW-Ausgabe Nr. 82 vom Winter 2018:
Download Teil 1 (Größe: 2,59 MB) | Download Teil 2 (Größe: 3,29 MB)

UND DAS STEHT IN DER AUSGABE NR. 82:

  • Wegweiser
  • Inhalt
  • Editorial

Aus der AIDS-Hilfe

  • “Schwitzen für den guten Zweck – 12. Stuttgarter LebenSlauf!”
  • Im Zweifel lieber testen lassen!
  • Medizinische Rundreise – “Länger Leben”
  • Mitgliedsbeiträge 2018
  • HIV im Kontext von Migration und Flucht!
  • “Valentins-Aktion” in der Mitte Stuttgarts!
  • HIV und Selbsthilfe – Selbsthilfe ist ein Anfang
  • “Frauentags-Aktion” am Internationen Frauentag.
  • Oster-Präventions- und Sammelaktion 2019

AIDS-Hilfe und CSD

  • “positHIVe Expedition WIR!” beim Stuttgarter CSD 2018

Politik

  • HIV-Selbsttest ist da!
  • AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. bei den “Positive Begegnungen”
  • 22. Internationale AIDS-Konferenz in Amsterdam vom 23.07. bis 27.07.2018
  • HIV und noch viel mehr

Welt-AIDS-Tag

  • Glühweinduft und Hausgemachtes
  • Welt-AIDS-Tag 2018 in Stuttgart
  • RED CARPET meets RED RIBBON
  • Schirmfrau und Schirmherr des Weihnachtsballs 2018 der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. grüßen
  • Nikolaus-Präventions- und Sammelaktion 2018

Magazin

  • Filmtipp
  • Bücher, Bücher, Bücher…

Termine

  • Termine, Termine, Termine…


Zum RAINBOW-Archiv!

Weitere Auskünfte zu RAINBOW – Magazin der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V. erteilen gerne:

  • Franz Kibler, M.A. Sozial- und Verhaltenswissenschaften (Univ.), Geschäftsführer, AIDS-Hilfe Stuttgart e.V., Präsenzzeit: nach Vereinbarung, E-Mail: franz.kibler@aidshilfe-stuttgart.de, Telefon: 0711/22 46 9–27.
  • Lea Wilde, M.A. Master of Arts Public Health, Sozialarbeiterin, AIDS-Hilfe Stuttgart e.V., Präsenzzeit in der Beratungs- und Geschäftsstelle der AIDS-Hilfe Stuttgart e.V.: Dienstag 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr, E-Mail: lea.wilde@aidshilfe-stuttgart.de, Tel.: 0711/22 46 9 -17.

(Stand: November 2018)